Die Steinreihen von Carnac – 3.000 Menhire und das Geheimnis der Jungsteinzeit
Die Steinreihen von Carnac sind die größte Megalithstätte Kontinentaleuropas: mehr als 3.000 Menhire, die vor 6.500 bis 7.000 Jahren auf einer Länge von 4 Kilometern aufgestellt wurden, drei Hauptgruppen (Ménec, Kermario, Kerlescan) und eine am 12. Juli 2025 bestätigte Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe. Dieses außergewöhnliche prähistorische Monument, nur 750 Meter vom Campingplatz Les Druides entfernt, bietet einen faszinierenden Einblick in die neolithische Zivilisation und ihre bis heute ungelösten Rätsel.
📌 Über diese Tour
Der Campingplatz Les Druides empfiehlt die Steinreihen von Carnac in seinem Blog und seinen Empfehlungsartikeln.
Wichtig: Die Steinreihen von Carnac und deren Zugang werden direkt von der Maison des Mégalithes, einer öffentlichen Einrichtung und einem Kulturerbezentrum, organisiert und verwaltet. Der Campingplatz Les Druides:
verwaltet keine Reservierungen
bietet keine Führungen an
organisiert keine Aktivitäten auf der Website
Wir empfehlen Ihnen diese außergewöhnliche Kulturerbestätte, um Ihren Aufenthalt zu bereichern.
Für Reservierungsanfragen, aktuelle Öffnungszeiten und Preise für 2026 wenden Sie sich bitte direkt an das Maison des Mégalithes unter den am Ende des Artikels angegebenen Kontaktdaten.
Rätselhafte prähistorische Ursprünge
Von Archäologen erstellte Chronologie
6.500 bis 7.000 v. Chr.: Hauptbau der Megalithanlage
5. bis 3. Jahrtausend v. Chr.: Intensive Bauphase (Blütezeit)
2000 v. Chr.: Wiederverwendung und schrittweise Umgestaltung
Gesamtdauer des Baus: Über 1.500 Jahre aufeinanderfolgender Bauarbeiten, an denen ganze Generationen neolithischer Baumeister in einer stark strukturierten sozialen Organisation beteiligt waren.
Die drei großen Ausrichtungen
1. Die Ausrichtung von Ménec – das monumentalste Ensemble
Das repräsentativste Ensemble der Stätte von Carnac:
Aktuelle Abmessungen:
1.050 derzeit sichtbare Menhire
950 Meter Länge
100 Meter breit
11 nahezu perfekte parallele Reihen
Höhe: Von 4 Metern im Westen bis 0,6 Metern im Osten (allmählicher Rückgang)
Endcromlech: 71 Blöcke, die im Westen einen Kreis bilden
Architektonische Merkmale:
Allmähliche Abnahme der Steine mit zunehmender Entfernung vom Zentrum
Bemerkenswerte geometrische Parallelität trotz neolithischer Mittel
Absichtliche Architektur entsprechend der Topografie
Barrierefreiheit:
Oktober bis März: Kostenloser Eintritt (außer in den Schulferien)
April bis September: Führungen mit Zugang zum Innenbereich
Maison des Mégalithes: Informationsstelle in 150 m Entfernung (Dauerausstellung, Boutique, Panorama-Café)
Kostenlose Parkplätze: Gute Parkmöglichkeiten auf der Westseite
2. Ausrichtung von Kermario – Massivität und Kraft
Zweites bedeutendes Ensemble der Stätte:
Abmessungen:
1.029 Menhire in massiver Anordnung
1.200 Meter Länge
100 Meter breit
10 nahezu parallele Reihen
Imposante Steine aus dickem, robustem Granit aus der Region
Panorama-Aussichtspunkt:
Alte Mühle von Kermaux: Metalltreppe für einen Blick aus der Höhe
Fotografische Perspektive: Blick auf über 1.000 Menhire von der Anhöhe aus
Luftaufnahme: Die Anordnung der Reihen wird deutlich sichtbar.
Zugang: Freie Wanderwege, kostenloser Parkplatz auf der Ostseite.
3. Ausrichtung von Kerlescan – Erhaltung und Diskretion
Das am besten erhaltene und am wenigsten frequentierte Ensemble:
Eigenschaften:
555 erhaltene Menhire (ursprünglich ~540-600)
13 Reihen von Menhiren (die am besten erhaltenen der Stätte)
Viereckige Einfriedung: 39 fast aneinandergrenzende Blöcke
Natürliche Umgebung: Von schützendem Wald umgebene Felsen
Außergewöhnlicher Erhaltungszustand: Weniger Beeinträchtigung durch historische Steinbrüche
Der Riese von Manio:
6,5 Meter hoch: Der höchste Menhir von Carnac
Nördlich der Manio-Linie gelegen
Majestätische Präsenz, die die Waldlandschaft überragt
Zugänglichkeit: Weniger frequentiert, ruhige Atmosphäre, spezielle Wanderwege.
Neolithische Megalitharchitektur
Allgemeiner Aufbau des Komplexes
Bestandteile:
Aufgereihte Menhire: Monolithische Steine, die in geordneten Reihen aufgestellt sind
Kreisförmige Steinformationen: Cromlechs, die die Steinreihen abschließen
Grabhügel: Prestigeträchtige Grabstätten (Grabhügel von Saint-Michel: 125 m × 65 m × 12 m hoch)
Dolmen: Überdachte Galerien und kollektive Grabkammern
Topografische Integration:
Monumentale Steine auf den höchsten Punkten
Kleinere Steine in den Tälern
Visuelle Kontinuität zwischen Denkmälern
Gesamtplan mit Topografie
4. Der Tumulus Saint Michel von Carnac
Fast 35.000 m³ Material, das seit Beginn des 5. Jahrtausends v. Chr. kunstvoll aufgeschichtet wurde, bilden den künstlichen Hügel, auf dem eine Kapelle thront, die dem Erzengel Michael gewidmet ist.
Diese monumentale Grabstätte, die für eine Persönlichkeit jener Zeit bestimmt war, verkörpert auf spektakuläre Weise sowohl bemerkenswerte technische Fähigkeiten als auch die besonders ausgeprägte Motivation der Erbauer und vor allem eine soziale Hierarchie, die durch die Qualität der darin gefundenen Grabbeigaben belegt wird.
Der Tumulus Saint-Michel, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und um die Wende zum 20. Jahrhundert von Archäologen ausgegraben wurde, entspricht in der Tat einer Grabstätte von gigantischen Ausmaßen, die ursprünglich für eine einzige Person bestimmt war und eine Reihe von Prestigeobjekten enthielt. Das Material dieser Gegenstände (z. B. italienischer Jadeit) in Verbindung mit der Feinheit der Politur zeugen vom besonders hohen sozialen Rang des Verstorbenen.
Die Wahl des Standorts der Grabstätte trägt wesentlich zu ihrer außergewöhnlichen Dimension bei: dem höchsten Punkt des Gebiets. Das vom Centre des monuments nationaux restaurierte Denkmal ist für alle und von überall sichtbar und bietet vom Gipfel aus einen einzigartigen Ausblick.
Etwa zehn weniger bekannte und teilweise schwer zugängliche Denkmäler befinden sich in der Umgebung der Steinreihen, doch einige davon verdienen es, der Öffentlichkeit nähergebracht zu werden, wie beispielsweise die Tumulusgräber von Le Moustoir und Crucuny...
Rohstoffe und Bautechniken
Monolithischer Granit:
Lokale Steinbrüche im Morbihan: Bezugsquelle
Einzigartige Blöcke: Jeder Menhir ist ein eigenständiger Monolith.
Beeindruckendes Gewicht: Einige Steine wiegen mehr als 250 Tonnen.
Mögliche Techniken:
Pflanzliche Seile für Entwässerung und Transport
Holzscheite als Hebel und Kraftsysteme
Erdungsrampen für das progressive Rollen
Gräben zur Stabilisierung und Verankerung der Fundamente
Mobilisierung: Hunderte von Männern über mehrere Jahrhunderte hinweg, hochstrukturierte soziale Organisation.
Geheimnisse und wissenschaftliche Hypothesen
Ungelöste archäologische Rätsel
1. Religiöse und sakrale Funktion:
Kultstätten und rituelle Zeremonien
Hommage an die Naturgewalten (Sonne, Mond, kosmische Phänomene)
Verbindung mit Dolmen und Grabhügeln
2. Astronomische Sternwarte:
Ausrichtung auf Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen
Kalendermarkierungen für die neolithische Landwirtschaft
Komplexe astronomische Berechnungen
3. Territoriale Markierungen:
Abgrenzung von Stammesgrenzen
Machtbehauptung und gemeinschaftliches Prestige
Denkmäler der sozialen Zusammenkunft
4. Prozessionswege:
Rituale zwischen heiligen Stätten
Begräbnisprozessionen zu Grabhügeln
Zeremonielle Routen für Großveranstaltungen
Wissenschaftlicher Konsens: Wahrscheinlich eine Kombination mehrerer Funktionen (religiös, astronomisch, sozial), die sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt haben.
Eintragung in das UNESCO-Weltkulturerbe 2025
Historische Anerkennung bestätigt
Offizielles Datum: 12. Juli 2025 (47. Sitzung des Welterbekomitees)
Umfang: Megalithen von Carnac und Ufer des Morbihan (über 550 Monumente)
UNESCO-Kriterien: Außergewöhnliches Zeugnis einer verschwundenen Zivilisation, weltweit einzigartiges Megalithensemble
Auswirkungen: Verstärkter Schutz, gesteigerte touristische Attraktivität, internationale Ausstrahlung
Erste bretonische Stätte, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde, auf gleicher Ebene wie Stonehenge (Vereinigtes Königreich) und die Pyramiden von Gizeh (Ägypten).
Besichtigung der Alignements
Haus der Megalithen – Hauptbesucherzentrum
Dienstleistungen und Einrichtungen:
Dauerausstellung:
Lehrvideos, die das Leben in der Jungsteinzeit nachstellen
Informationsschilder zu Chronologien und Hypothesen
Modelle von Denkmälern im verkleinerten Maßstab
Touristische Dienstleistungen:
Kartenverkauf für Führungen
Kostenlose Unterlagen (Broschüren, Karten, Reiseführer)
Praktische Informationen (Öffnungszeiten, Erreichbarkeit, Wetter)
Fachbuchhandlung (Bücher über Archäologie und Naturwissenschaften)
Panoramaterrasse:
180°-Blick auf die Ausrichtung des Ménec
Kaffee mit Getränken und Erfrischungen
Standort: Avenue du Ménec, gegenüber dem Gelände, 150 m vom Haupteingang entfernt.
Führungen und Aktivitäten
Fachkundige Führungen:
Dauer: 1,5 bis 2 Stunden mit Archäologen oder spezialisiertem Führer
Themen: Geschichte, Architektur, Geheimnisse, Leben in der Jungsteinzeit
Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch (je nach Saison)
Reservierung: In der Hochsaison empfohlen
Touristischer Zug:
Kommentierte Tour entlang der drei Hauptreihen
Dauer: ~40 Minuten
Geeignet für Familien mit kleinen Kindern
Pädagogische Workshops:
Interaktive Entdeckung der Website
Aktivitäten für Kinder und Erwachsene
Reservierung empfohlen
Die aktuellen Fahrpläne für 2026 erhalten Sie direkt im Maison des Mégalithes oderim Fremdenverkehrsamt von Carnac.
Praktische Informationen
Standort und Anfahrt
Adressen der drei Standorte:
📍 Ménec: Avenue du Ménec, 56340 Carnac
📍 Kermario: Route de Kermario, 56340 Carnac
📍 Kerlescan: Chemin de Kerlescan, 56340 Carnac
Entfernung vom Campingplatz Les Druides: 750-1000 m zu Fuß bis zum Ménec
Kostenlose Parkplätze: Geräumige Stellplätze am Ménec und Kermario
Öffnungszeiten und Erreichbarkeit
Freie Besichtigung (kostenlos):
Oktober bis März: Permanenter Zugang von außen ohne Reservierung
April bis September: Frei zugängliche Wanderwege rund um den See
Führungen (kostenpflichtig):
Oktober bis März: Auf Anfrage, vorherige Reservierung erforderlich
April bis September: Täglich, regelmäßige Fahrzeiten
Juli-August: Verstärktes Programmangebot in der Hochsaison
Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:
Behindertenparkplatz in Ménec
Haus der Megalithen barrierefrei (Aufzug)
Panorama-Terrasse mit leichtem Zugang
Führungen auf Anfrage anpassbar
Einschränkung: Unebenes Gelände (unbefestigte Wege)
Empfohlene Dauer
⏱️ Je nach Erkundungsgrad:
Schnellbesuch: 1,5 bis 2 Stunden (allgemeiner Überblick)
Standardbesichtigung: 2,5 bis 3,5 Stunden (komplette Rundgänge)
Ausführliche Erkundung: 4+ Stunden (komplette Wanderung)
Mit Museum für Urgeschichte: Ganzer Tag empfohlen
Vom Campingplatz Les Druides aus
Außergewöhnliche Nähe zum Weltkulturerbe
Der Campingplatz Les Druides liegt ganz in der Nähe der Steinreihen von Carnac:
✅ 750-1000 Meter zu Fuß bis zur Stätte von Ménec
✅ 15-20 Minuten gemütlicher Fußweg zu den Megalithen
✅ Im Herzen der archäologischen Zone (Steinformationen, Dolmen, angrenzende Grabhügel)
✅ 150 m vom Maison des Mégalithes entfernt, wo Sie umfassende Informationen erhalten
Dienstleistungen des Campingplatzes:
Beheizter Pool (Entspannung nach einer archäologischen Wanderung)
Bar Carpe Diem (Aperitif auf der Terrasse am Abend)
Dokumentation Fremdenverkehrsamt an der Rezeption (Karten, Reiseführer)
Idealer Tagesablauf: Vormittags zu den Megalithen → Mittagessen auf dem Campingplatz → Schwimmbad → Museum für Urgeschichte am späten Nachmittag! 🗿
Warum sollte man die Steinreihen von Carnac besuchen?
Die Steinreihen von Carnac bieten ein in Europa einzigartiges archäologisches Erlebnis: 3.000 Menhire sind stille Zeugen einer hochentwickelten neolithischen Zivilisation, die vor 6.500 bis 7.000 Jahren existierte. Zwischen anhaltenden Geheimnissen, monumentaler Architektur und der Aufnahme in die UNESCO-Liste 2025 bietet diese Kulturerbestätte einen faszinierenden Einblick in die europäische Vorgeschichte.
Entdecken Sie vom Campingplatz Les Druides aus, der nur wenige hundert Meter entfernt liegt, dieses archäologische Juwel, in dem 7.000 Jahre Menschheitsgeschichte in 3.000 Granitmonolithen verewigt sind.
📞 Informationen und Kontakte
Haus der Megalithen Carnac
Adresse : Avenue du Ménec, 56340 Carnac
Téléphone : <a href="tel:+33297522981">02 97 52 29 81</a>
Site web : www.menhirs-carnac.fr
Email : contact@menhirs-carnac.fr
Horaires : Toute l'année (exposition, billetterie, informations)
Fremdenverkehrsamt Carnac
Adresse: 74 avenue des Druides, 56340 Carnac
Telefon: 02 97 52 13 52
Website: www.ot-carnac.fr
Campingplatz Les Druides
Adresse: 55 Chemin de Beaumer, 56340 Carnac
Telefon: 02 97 52 08 18
Website: www.camping-les-druides.com

